• 14. July 2020

„Rathausblockbebauung“ in Dudweiler

 „Rathausblockbebauung“ in Dudweiler

 Die AfD Stadtratsfraktion bezieht sich auf die Veröffentlichung in der Saarbrücker Zeitung vom 29. 4. 2020, die die AfD in ihrer ablehnenden Haltung bestärkt. Die Argumente der AfD wurden in der Presseerklärung vom 13.2.2020 öffentlich gemacht. Von einer Bürgerbeteiligung kann nicht die Rede sein. Das Projekt soll handstreichartig aus nicht nachvollziehbaren Gründen durchgezogen werden. Es bleibt im Dunkeln, wer hiervon profitiert. Der Stadtteil Dudweiler und seine Einwohner jedenfalls nicht. Bürger können im Bebauungsplanverfahren schriftlich Gegenargumente einreichen, die ohnehin niemand interessiert. Von einer breiten Diskussion kann keine Rede sein. Der Bezirksrat „nickte“ das Vorhaben ab, ohne zu wissen, um was es sich im Detail handelt. Die genauen Planungsunterlagen lagen dem Bezirksrat bei seiner Beschlussfassung überhaupt nicht vor. Der Bezirksbürgermeister, der so vehement für die Bebauung eintritt, glänzte durch Abwesenheit und konnte den Bezirksräten keine Fragen beantworten.

Ein großflächiger Einzelhandel mit Wohnen und Dienstleistungen ist geplant in einem architektonisch grauenhaften Betonklotz. Das dringend notwendige Stadtentwicklungskonzept gerät in die „Versenkung“. Es wird etwas gebaut, was niemand will, was niemand braucht und was städtebaulich wieder einmal eine Katastrophe wird. Aus den Erfahrungen der Stadtmittebebauung in den 80ziger Jahren wird nichts gelernt. Bis heute ist das Stadtmittezentrum nicht vollständig belegt und fügt sich städtebaulich nicht in die Ortsmitte ein. Eine typische „Bausünde“ der 80ziger Jahre.

Das wird sich nun wiederholen.

Wohnen auf dem Supermarkt!! Wer mietet dort? Ein soziales Spannungsfeld ist vorprogrammiert.

Wo sind die vielen Dienstleister, die dort hin sollen? Wer hat den Bedarf ermittelt?

Was passiert mit der Fußgängerzone? Wer kümmert sich um die Leerstände?

Der seit Jahren dahinsiechende „Nassauer Hof“, ein unter Denkmalschutz stehender Stengelbau, soll in den Betonklotz integriert werden. Ein Frevel ohnegleichen!

Ohne Zweifel braucht Dudweiler einen gut zu erreichenden Lebensmittelversorger. Bis heute war es allerdings nicht möglich als Ersatz für den unterdimensionierten Nettomarkt in der Lisbeth-Dill-Straße den Ersatz in der Beethovenstraße zu realisieren.

Alternativstandorte gibt es zur Genüge

Nun wird ein Projekt durchgepeitscht, das erst in Jahren fertig sein wird und das in erster Linie dem Nutzen des unbekannten Investors und dem Verkäufer des Areals dient.

Die AfD verbleibt bei ihrer Ablehnung

 Bernd-Georg Krämer – Fraktionsvorsitzender

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