• 14. July 2020

„Wohnen am Anger“ – Der nächste Bauskandal bahnt sich an.

„Wohnen am Anger“ – Der nächste Bauskandal bahnt sich an.

Das Bebauungskonzept aus den 1970er Jahren für das Zentrum von Dudweiler war schon der Anfang vom Niedergang Dudweilers als einst blühende selbständige Stadt zu einem sozialen Brennpunkt von Saarbrücken. Das Konzept des Architekten Böhm war eine städtebauliche „Katastrophe“. Das Einkaufszentrum wurde bis heute nicht komplett bezogen. Viele Mieter kündigten gleich wieder. Heute ähnelt die Galerie einer Geisterstadt. Die Wohnbebauung entwickelte sich ebenfalls zu einem Desaster. Nur wenige Häuser konnten verkauft werden. Als Ausweg bot sich an, Sozialwohnungen zu etablieren. Aufgrund dieses Misserfolges unterließ man die vorgesehene Bebauung gegenüber in der Theodor Storm Straße. Der sogenannte „Fisch“ wurde nie fertiggestellt.

2017 verkündete Prof. Backes vom Helmholtz-Institut, man benötige für 800 Wissenschaftler Wohnraum, Kitas und eine internationale Schule.

Auf Anfrage der AfD erklärte die Verwaltung, um dem Ansinnen des Helmholtz-Instituts seitens der Stadt nachzukommen, sei die Bebauung des Angers geplant. Die städtische GIU war beauftragt hochwertigen Wohnraum mit kurzen Wegen zur Universität zu bauen.

Vor diesem Hintergrund stimmte der Stadtrat dem Projekt zu.

Nun muss festgestellt werden, dass die GIU ohne Kenntnis des Stadtrates, das vorgesehene Projekt nicht realisieren wird, weil das Risiko zu hoch sei.

Welches Risiko? Befürchtet die GIU, die hochwertigen Wohnungen nicht verkaufen zu können? Bezweifelt die GIU, dass überhaupt Interessenten seitens des Helmholtz-Instituts vorhanden sind?

Ohne den Stadtrat zu unterrichten und die Öffentlichkeit zu informieren, verkauft die GIU das Gelände an eine auswärtige Unternehmensgruppe, die nun anstatt 70 Wohnungen nunmehr 105 Wohnungen erstellen will. Das sind dann keine hochwertigen Wohnungen. Vieles spricht dafür, es werden wieder Sozialwohnungen, wie schon in den 70iger Jahren.

Das Verhalten der GIU als 100%ige Gesellschaft der Stadt ist inakzeptabel.

In Dudweiler zeigt sich zum wiederholten Mal, es wird ohne städtebauliche Konzeption vor sich hin „gewurschtelt“.

Besteht ein Bedarf an 105 „Einheitswohnungen“? Wer soll die beziehen bei stark zurückgehender Einwohnerzahl von Dudweiler?

Ein Bedarf für die Mitarbeiter des Helmholtz-Zentrums für hochwertige Wohnungen bestand jedenfalls. Oder ist die Euphorie verblasst, nachdem immer noch nicht eine Entscheidung für die internationale Schule zugunsten Dudweilers getroffen wurde. Wenn die Schule in Dudweiler nicht realisiert wird, werden auch keine Wohnungen für die Mitarbeiter von Helmholtz gebraucht.

Was wird der Öffentlichkeit vorenthalten?

Das sind viele ungeklärte Fragen, die die Verwaltung und die GIU den Stadtverordneten und der Öffentlichkeit erklären muss.

 

Bernd-Georg Krämer – Fraktionsvorsitzender der AfD-Fraktion

 

0 Reviews

Write a Review

AfD-Stadtratsfraktion

Read Previous

AfD lehnt Tempo 30 in der Mainzer Straße ab.

Read Next

Antrag an Bauauschuß Betr.: Projekt „Wohnen am Anger“ in Dudweiler

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *