• 29. November 2020

Eine Pfannenwerbung und das Saarland.

Eine Pfannenwerbung und das Saarland.

 

Eigentlich sollte man ein Land dessen Presse und Politiker sich so häufig mit Sex und Pfannen beschäftigen beglückwünschen.

Man könnte den Eindruck gewinnen, just DIESES Land hätte Corona im Handumdrehen überwunden, wäre finanziell auf einer großartigen Weise gut aufgestellt und hätte so viele Arbeitsplätze zu vergeben, dass es sich locker leisten könnte einige aus übertriebener vorgespielter Sittlichkeit zu verlieren.

Verbote bringen Verlust.

 

Man könnte bei all den Diskussionen über Sex glatt die sterbende Stahlindustrie Saarlands und das Leid der Mitarbeiter der Halberger Hütte vergessen.

Man könnte vergessen, dass Schröder Fleischwaren im April 2019 Insolvenz anmeldete,  der Saarbrücker Flughafen die Strecke nach München verlor, der Brexit den saarländischen Arbeitsmarkt beängstigte und, dass selbst die Gedanken über Kohlekraftwerke fast eine Hexenjagd auslösen.

 

Das puritanische Zeitalter 2.0 bricht an und bringt düstere Grenzen in einer grenzenlosen Gesellschaft mit. Es feuert Diskussionen und Gemüter an, um mit deren Hitze sein eigenes Kesseltreiben aufleben zu lassen, um in seinem Absolutismus den Nährboden für eine Diktatur zu schaffen.

Der Andersdenkende soll von der Bildfläche verschwinden. Man soll ihn nicht hören, nicht sehen und nicht lesen. Er ist zu einem spitzen Stein in den Schuhen der Moral-Romantiker geworden.

 

Währenddessen entsetzen die Veranstalter bei einem evangelischen Kirchentag mit „Vulven malen“ und dem Frauen Workshop „Schöner Kommen.“

Plan International erklärt Kinderehen zu einer „Frühverheiratung“ und suggeriert somit dem Leser, dass eine Kinderehe eine Normalität wäre, die bloß ZU FRÜH passiert ist. Ganz nach der Devise: Es wäre eh passiert. Es passierte halt zu früh! 

Mütter drehen Pornos und die TV Sender Deutschlands können nicht genug darüber berichten. Man fordert und fördert die Frühsexualisierung der Kinder als eine Selbstverständlichkeit unserer Zeit.

DAS Pansexuelle ist hoch angesehen, die sexy „Pann“ jedoch verpönt?

Werden die Freudenhäuser zu Sündenhäuser und Scheiterhaufen zum Revivals Event der neuen Party-Szene?

Sollte ein selbstbewusstes und freies Unterwäsche-Model nicht das Recht haben selbst über sich zu entscheiden, ohne die Einmischung der Politiker?

Ist es einer demokratischen und freien Gesellschaft überhaupt noch zuzumuten, dass das System über die frauliche selbstgewählte sexy Darstellung bestimmt und nicht die Frau selbst?

Zitat:“ Politik braucht Gespür für das Machbare, auch für das dem anderen Zumutbare.“ Zitat ende Helmut Kohl.

Die Diskussion über eine Pfannenwerbung sprengt geradezu das Zumutbare, ohne Gespür für das Machbare für die Gewerbefreiheit.

 

Laleh Hadjimohamadvali

 

 

 

 

0 Reviews

Write a Review

AfD-Stadtratsfraktion

Read Previous

Saarland – das Bundesland mit den Negativrekorden –

Read Next

Windräder Krughütter Wald

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *