• 21. January 2021

Ende der „Geheimniskrämerei“ um die Bebauung Am Anger in Dudweiler

Zur Vorgeschichte:

In den 1970er Jahren plante der renommierte Architekt Gottfried Böhm die Dudweiler Stadtmittebebauung mit Einkaufszentrum, Wohnbebauung und Bürgerhaus. Von der Wohnbebauung wurde nur ein Teil realisiert. 6.000 Quadratmeter konnten noch bebaut werden. Der Stadtrat von Saarbrücken beschloss am 26. September 2017 eine Änderung des Bebauungsplans, nachdem die städtische Gesellschaft für Innovation und Unternehmensförderung (GIU) einen städtebaulichen Wettbewerb unter ausgewählten Architekturbüros durchführte. Das vorgeschlagene Bebauungskonzept versprach hochwertigen Wohnraum mit attraktiven Bezügen zu privaten und öffentlichen Freiflächen und mit kurzen Wegen zur Universität. Die Zielgruppe der der Käufer waren natürlich Mitarbeiter von Universität und Helmholtz-Centrum, was die Verwaltung auf Anfrage bestätigte. Ein Bauschild wurde von der GIU aufgestellt und die hochwertigen Wohnungen wurden beworben.

Bebaut wurde nichts!

Dann nach 2 ½ Jahren der „Hammer“

Die GIU verkauft ohne Genehmigung des Stadtrates das gesamte Projekt an einen fremden Investor, der das Projekt umplante mit dem Ziel auf gleicher Fläche mehr Wohnungen bauen zu können.

Die Veräußerung an einen fremden Investor und die daraus resultierende Umplanung ist nicht Beschlusslage des Stadtrates.

Um Klarheit über die Hintergründe des Eigentümerwechsels zu erfahren und warum umzuplanen ist, beantragte die AfD-Stadtratsfraktion die Einladung der Geschäftsführung der GIU in den Bauausschuss.

Die Geschäftsführung der GIU stellt sich nicht den Fragen von Stadtverordneten!!

Auf den Fragenkatalog der AFD-Fraktion (o525/20) gibt die Verwaltung lapidare und unzureichende Antworten (0930/20) wie zum Beispiel „Das Stadtplanungsamt war in die Vermarktungsaktivitäten der GIU nicht eingebunden“.

Ein unglaublicher Vorgang: Eine städtische Gesellschaft plant und verkauft letztendlich städtisches Gelände an fremde Investoren und das Stadtplanungsamt interessiert sich nicht hierfür.

Für die AfD-Fraktion gibt es nur eine plausible Erklärung:

In Dudweiler interessiert sich niemand für hochwertigen Wohnraum – auch nicht die Mitarbeiter des Helmholtz-Centrums – weil der Stadtteil mittlerweile ein Negativimage hat. Deshalb plant man jetzt preisgünstige Mietwohnungen, um die vielen sozialen Brennpunkte in Dudweiler zu entschärfen.

Von einer Anbindung Dudweilers an die Universität ist nicht mehr die Rede.

Bernd-Georg Krämer AfD Fraktionsvorsitzender im Stadtrat von Saarbrücken

 

 

 

 

 

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