• 4. December 2020

Rede: Integrationskonzept 2020

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

sehr geehrte Damen und Herren,

 

Bei dieser Gelegenheit wende ich mich an Sie als bereits Integrierter Bulgarischer Migrant.

Als ich nach Deutschland kam, gab es keine Integrationskurse. Es gab auch keine Anlaufstellen…Keine Integrationsfördernde Projekte und Organisationen.

Es gab NUR den Deutschen Staat und seine Behörden.

Die Gemeinde hat uns eine Wohnung eingerichtet und kurz darauf wurde ich einer Schule zugewiesen.

Ich wurde Teil einer normalen Schulklasse. Und ich hatte ein neues Umfeld. Einen geregelten Tagesablauf, Schulfächer und Klassenarbeiten.

Es gab keine Sonderregeln für mich. Ich wurde nach Leistung benotet.

Was ich nicht verstand, holte ich zu Hause mit der Hilfe meiner Eltern nach.

Das Resultat: Nach ca. 1-2 Monaten war die Sprachbarriere überwunden.

Natürlich war mein Deutsch nicht perfekt. Aber es war gut genug um ein Teil der Klassengemeinschaft zu sein.

Ab dahin hatte mein Leben eine geregelte Bahn und nach Jahren habe ich nun Ehre in einem Städtischen Parlament meine Geschichte zu erzählen. Und das vor Vertretern des Landes welches mich aufgenommen hat. Für mich ist das ein Meilenstein meines Werdegangs in Deutschland.

Zurückblickend, war es das Umfeld und vor allem der Mangel an Hilfe Integrationsfördernd. Um ein Teil der Gesellschaft zu werden… musste ich selber meine Defizite nachholen. Und daraus entstand auch die Motivation dies so schnell es geht zu tun.

 

Das jetzige Integrationskonzept widerspricht meinen Erfahrungen.

Deutschland war Vorbild für eine gute Integration. Ich erinnere an die Italiener in den 60,iger Jahren oder die Russlanddeutschen in den 90iger Jahren.

 

Seit der Einwanderungswelle 2015 sind wir höchstens ein Vorbild für Willkür und Chaos.

Die geplanten Anlaufstellen und Projekte sind unnötig geschaffene Arbeitsplätze!

Für mich und meine Familie gab es keine Integrationsförderung. Es gab nur das Rathaus und die Ämter. Diese gibt es auch heute noch.

Dieses Integrationskonzept ist: Gutgemeintes Entertainment für die Neuankömmlinge, was am Ende genau diesen, Schadet.

 

Wir müssen das Umfeld ändern!

Migrantenorganisationen schaffen nur parallele Strukturen und Tagesabläufe die dem Regulären Tagesablauf nicht entsprechen.

Wir schaden damit den Migranten. Wir schaffen für sie, eine vom Staat finanzierte Illusion der Dazugehörigkeit.

Gesellschaftliches Teilhabe ist nicht durch Stadteileigene Kulturzentren zu schaffen.

Haben wir das Ziel die Migranten im Ankunftsstadtteil zu integrieren oder in Deutschland?

Ziel sollte es doch sein diesen Menschen so schnell wie möglich das nötige zu geben damit sie ihren Weg selber wählen können. Damit Deutschland Ihnen offensteht. So wie mir!

Statt Migrantenorganisationen und ähnliche Projekte zu fördern. Sollten wir eher diese Mittel Investieren in die Unterbringung der Migranten in reale Unternehmen oder Bildungseinrichtungen.

Wichtig ist:  Weg vom Migrantenstadtteil-Alltagsumfeld…Rein ins reale Leben.

Ich sehe und schätze wirklich die Bemühungen die Sie bringen…Auch glaube ich das diese gut gemeint sind. Die Schattenseite ist: Dass Ihre Gutwilligkeit von manchen Migranten und Organisationen ausgenutzt wird.

Leider gehören einige meiner Landsleute dazu.

Denn momentan ist das Leben in Deutschland für sie, sehr angenehm. Grundsicherung läuft, Führerschein wird bezahlt. Man kann endlos den Deutschkurs wiederholen.

Es gibt unzählige Wege einer Arbeitstätigkeit aus dem Weg zu gehen. Die Gelder die in Deutschland vom Staat kommen, werden mit Freude in Bulgarien an den Urlaubsorten ausgegeben, oder die eigenen Häuser werden renoviert.

Der Drang die Sprache zu lernen und einen Arbeitsplatz zu finden ist gering vorhanden. Denn der Lebensunterhalt wird grundsätzlich gesichert, auch wenn man sich nicht bemüht.

Auch das ist nur ein Auszug aus dem Gesamtbild. Das verstehe ich auch.


Ich bin fern vom Glauben selber das perfekte Integrationskonzept zu haben.

Sicher bin ich aber in der Meinung das wir zu viel Geben und zu wenig fordern.

Es liegt in der Menschlichen Natur den leichten Weg zu suchen.

Ich als Schüler damals hätte auch lieber gespielt nachmittags. Aber es war der Druck meiner Eltern Deutsch zu lernen.

Integration findet auch daheim statt.

Wir müssen die Eltern der Kinder Motivieren und sie in die Pflicht nehmen sich daheim um die Integration zu kümmern. Wünscht man als Elternteil nicht das Beste für sein Kind? Besonders im neuen fremden Land?

 

Dann kommt die Kehrseite: Menschen die 5-10 und mehr Jahre in Deutschland leben und immer noch kein Deutsch können.

Warum eigentlich?!!?

Weil die Deutsche Sprache in Ihren Umfeld nicht notwendig ist.

Im Stadtteil gibt es Einkaufsmöglichkeiten in der eigenen Sprache.

FAKT: Der Gewerbeverein Burbach löst sich auf: Es gibt immer weniger Deutschsprachige Geschäfte…:Saarbrücker Zeitung 4,09,2020

. Ein schlechtes Beispiel von Integration!!!

 

 

Die Ankunftsstadtteile sind die Vorstufe einer Ghettobildung.

Zustände wie in Duisburg-Marxloh, wollen wir hier in Saarbrücken nicht.

 

Beim Amt gibt es einen Dolmetscher für die Migranten. Deutsch lernen ist nicht nötig.

Der Beamte kann nicht kontrollieren ob überhaupt richtig übersetzt wird.

 

Hier haben WIR auch versagt! Wir haben das falsche Umfeld geformt.

Und das jetzige Integrationskonzept verschlechtert diese Lage nur. Und beschäftigt sich nicht ausreichend mit diesen Fakten

Weitere „Pilotprojekte und Anlaufstellen“ brauchen wir nicht.

Die Einzige Anlaufstelle sollte das Reale Leben sein!

Kein künstlich erzeugtes Patchwork Umfeld.

Dieses Integrationskonzept lehnen wir ab. Nicht weil wir gegen Migration sind.

Sondern weil wir dagegen sind das Migranten als Grundlage der Verdienstbeschaffung missbraucht werden.

Boris Gamanov

 

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